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Nepomuk und Marienbrunnen


Unsere gemütliche Exkursion führt uns den malerischen Marktplatz aufwärts. Dabei werden wir von der Statue des Hl. Johannes Nepomuk im wahrsten Sinne des Wortes angezogen. Die Verehrung dieses Brückenheiligen war um die Mitte des 18. Jahrhunderts weit verbreitet. Sie fand ihren Niederschlag in den vielen Standbildern, die fast alle in der Barockzeit entstanden sind. Der Pleysteiner "Johannes" wurde 1731 von dem Pflegsverwalter Christian Ludwig von Schepper gestiftet. In unmittelbarer Nachbarschaft steht ein weiteres geschichtsträchtiges Naturdenkmal, die sogenannte "Friedenseiche", gepflanzt 1871 nach Beendigung des deutsch-französischen Krieges.
 
Wir gehen gemächlichen Schrittes weiter, und schon zieht uns das Kriegerdenkmal mit dem sprudelnden Marienbrunnen in seinen
Bann, errichtet im Jahr 1923 für die Gefallenen des Krieges 1914-18. Mit dem Bildhauer Loibl, Stadtamhof Regensburg, vereinbarten der Kriegerverein und der Militärverein als Initiatoren im April 1923 einen Preis von 23 Millionen Mark, von dem 2 Millionen Mark die beiden Vereine tragen wollten. Die galoppierende Inflation machte eine Preiskorrektur notwendig, und Loibl verpflichtete sich im September 1923, für den fast hundertfachen Preis des Angebots das Kriegerdenkmal zu vollenden. Die Summe war schockierend, doch man war klug genug, auf die Offerte einzugehen. Die Stadt Pleystein gab den genannten Vereinen einen Vorschuss von 200 Millionen. Als man zum Jahresende bereits in Milliarden rechnete, konnte schon mit dem Aufstellen des Ehrenmals begonnen werden. Einen Steinwurf von der Gedenkstätte entfernt, beherrscht eine prachtvolle Linde das Umfeld. Hier stand seit dem 16. Jahrhundert bis zum Brand von 1848 das Rathaus. 1854 wurde die Ruine abgetragen. Kooperator Sebastian Troßner, wegen seiner Vorliebe für Bäume nur der "Baum-Wastl" genannt, hat sich immer für die kulturellen Belange der Stadt Pleystein eingesetzt und wollte der Nachwelt den Standort des alten Rathauses überliefern. Er pflanzte um das Jahr 1860 an die vier Ecken des ehemaligen Gebäudes je eine Linde, die durch seine Pflege prächtig gediehen. Aber seine Neider vernichteten drei dieser Bäume, als er einmal auswärts auf einem Versehgang war. Der eine Laubbaum, der als stummer Zeuge der Geschichte stehenblieb, ist diese immer noch grünende Linde gegenüber dem jetzigen Rathaus.
 

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